Wissenschaftliche Begleitung

" Man denkt, dass die Untersuchung Routine ist, aber auf einmal bleibt die Welt stehen."  (Äußerung einer Studienteilnehmerin)

Die Beratung wurde vom 01.03. 2003 bis zum 30.04. 2006 durch eine wissenschaftliche Studie begleitet . Frau Prof. Dr. Anke Rohde, Gynäkologische Psychosomatik, Universitätsklinik Bonn und Frau Dr. Christiane Woopen, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Köln, führten diese durch.

Hier sollte insbesondere die psychosoziale Beratung der schwangeren Frauen näher betrachtet werden, die sich durch einen pathologischen Befund mittels pränataldiagnostischer Untersuchungen in einer besonderen Konfliktsituation befinden, sodass sie möglicherweise einen Schwangerschaftsabbruch nach medinzinischer Indikation in Erwägung ziehen.

Folgende Fragen wurden untersucht:

Kann die psychosoziale Beratung die Schwangere in einer solchen Konfliktsituation in der Weise unterstützen, dass sie zu einer Entscheidung kommt, mit deren Konsequenzen sie auch zukünftig umgehen kann?

Welche Bedingungen erleichtern die Kooperation zwischen Pränatalmedizinern und Beratungsstelle?

Die Ergebnisse der Studie, wurden in einem Buch veröffentlicht. Hier kurze Auszüge:

Zufriedenheit mit der psychosozialen Beratung: über 90 %

 

Besonders hilfreich wurden erlebt

  • "neutraler Platz" in der Beratung
  • persönliches Verständnis
  • Möglichkeit zur Reflexion von Gefühlen
  • Besprechen des Abschieds vom Kind
  • Angebot weiterer Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Die eigene positive Erfahrung führt dazu, dass

  • fast alle Frauen zur psychosozialen Beratung raten
  • viele Frauen auch zur Beratung vor Pränataldiagnostik raten (obwohl es bei ihnen zumeist nicht so war)

 

Alle Details der Studie sind in folgendem Buch zu finden: A. Rohde / C. Woopen, Psychosoziale Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2007.